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Kurzfassung:
Verbissen folgst du einer (toten) Vorstellung, von der du meinst
»Das ist es!«. Sie ergreift mit einer Kraft, der du nichts entgegenzusetzen hast, von dir Besitz. Der Volksmund spricht:
»Da hat dir jemand einen Floh ins Ohr
gesetzt!«, »Der ist ja wie besessen von
...«. Schau dir deine Bindungen an Menschen, Sexualität, Orte, Gegenstände, usw., an. Ganz oder gar nicht ... ist die fanatische Devise.
Du bist vorerst in Teufels Küche mit deinen fixen Gedanken.
Dem Prinzip geschichtlich zugeordnet:
Farbe dunkles Rot und Schwarz, Zahl 13
Wer sich den Teufel mit Hörnern und Pferdefuss vorstellt, dem wird er auch so erscheinen, spricht der Volksmund.
Du bist im Bereich der geistigen Vorstellungen, im Bereich der Bilder und Ideen, die dich (magisch) anziehen.
Sie locken dich vom Leben, vom Lebendigen weg und binden dich an ein Bild von ...
Ein Beispiel:
Du unternimmst viel mit Freunden oder auch alleine. Der Montagabend ist für den Gesangsverein reserviert. Am Dienstag wird für die Firmenmeisterschaft im Bowling trainiert. Mittwochs trifft du dich im Cafe in der Innenstadt. Der Donnerstag ist für spontane Unternehmungen reserviert, usw. Man kann ohne weiteres sagen, du bist im Leben, du bist lebendig unterwegs.
Nun erzählt dir ein Freund von einer neugegründeten Organisation. Er meint, das wäre das Richtige für dich, weil diese Organisation setzt sich ein für ..., was immer du jetzt hier einsetzt, es zieht dich meist magisch an. Und es zieht dich immer magisch an, wenn Bindungen im Spiel sind.
Schon am nächsten Tag besuchst du besagte Organisation. Du bist Feuer und Flamme für die Idee, die dort für dich(!) bereitgehalten wird. Immer mehr Energie und Zeit investierst du zugunsten dieser Vorstellung, die dich nun (fest) in ihren Fängen hält.
Ohne weiteres kann es sein, dass dein Leben nur mehr aus deiner beruflichen Tätigkeit und dieser deiner Vorstellung besteht. Du opferst, und du kannst dies ruhig wörtlich nehmen, deine ganze Kraft und vor allem deine Lebendigkeit zugunsten eines (toten) Bildes. Du bist, wie der Volksmund spricht, mit Leib und Seele dabei. Du bist einen Pakt eingegangen und du hast dich, bzw. deine Lebendigkeit gebunden an ein Bild von ...
Diese innere Person liefert laufend Bilder und es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es grossartige und auch ehrenvolle Bilder sind.
Du kämpfst für die Rettung der ..., du setzt dich ein für ..., du sollst ..., usw. Wenn du in das Wort
»Vorstellung« hineinhörst, erkennst du, dass es immer etwas vor dich Hingestelltes ist, aber keinen Bezug zur Wirklichkeit hat.
Du hoffst, nein du bist fest davon überzeugt, dass dein Bild eines Tages Wirklichkeit wird, wenn du nur genug von deiner Lebendigkeit investierst. Doch es wird dir wie dem Esel ergehen, der die Karotte, die ständig vor seiner Nase baumelt, auch nie erreicht.
Diese innere Person ist mit einer Kraft am Werke, die sich der Kontrolle des Einzelnen entzieht und meist unbemerkt am Wirken ist.
Schau dir an, welche Idee dich in den Fängen hält. Und sei gewiss, ein Wegschauen oder gar das Verbrennen von Zettelchen, auf denen solche ungeliebten Ideen manchmal gerne geschrieben werden, helfen nicht.
Was hilft, ist Hinschauen und das Hinschauen ist gleichzusetzen mit der Frage: "Welche toten Bilder (Ideale, Vorstellungen, Sexualität, Orte, Gegenstände, usw.) halten dich davon ab, das Heute zu leben"? Falls du jetzt meinst, du weisst was deine Karotte im Leben ist, sei nicht zu voreilig, denn es könnte bereits die nächste sein, die für dich immer und überall bereit hängt.
Einige Worte zum Pakt:
Ein Pakt ist anders als ein Vertrag, der gekündigt werden kann. Ein Pakt ist verbindlich und bindet die Paktierenden aneinander. Ein solcher ist aus der Weltliteratur bekannt. Dr. Faust geht mit Mephisto einen Pakt ein, der nebenbei bemerkt, mit Blut unterschrieben wird. Mephisto verlangt von Dr. Faust keine materiellen Dinge als Einsatz, sondern etwas viel Kostbareres, etwas Lebendes, nämlich seine Seele.
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