Ur-Muster der Seele

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Element: Feuer
Zeichen: fix

archetyp sonne

Du bist einzigartig.
Selbstverwirklichung durch ...

Kurzfassung: Das Männliche (Yang) in der Seele. Das Ego. Die Identität. Du willst dein Umfeld beeindrucken. Du sagst zwar, ich möchte in der Organisation X was bewegen, doch immer geht es um Darstellung deiner Grösse, sprich Egos. Jeder Elternteil gibt dem Kind eine Art »Schatulle« weiter. Die Mutter der Tochter und der Vater dem Sohn. Hast du als Sohn diese »Schatulle« von deinem Vater genommen?

Dem Prinzip geschichtlich zugeordnet:
Farbe (strahlendes) Gold, Zahl 1, Wochentag Sonntag, Metall Gold, Tonart E

ICH, die drei Buchstaben werden durch diesen Archetypen symbolisiert. ICH bin, ICH kann, ICH will, ICH befehle, usw. Wann immer du diese Worte benutzt, hat sozusagen dein Ego die Hand im Spiel. Antrieb dieser inneren Person ist ein machtvolles Wollen. Ein Streben nach Einzigartigkeit verbunden mit dem Wollen, dies auch seiner Umgebung kund zu tun und zu zeigen. 

Mond und Sonne sind im Kreis der inneren Personen sozusagen weibliche und männliche Hauptdarsteller. Zeitweise werden Sie fälschlich als Gegenspieler bezeichnet. Doch das trifft nicht auf sie zu. Ganz im Gegenteil. Sie ergänzen sich auf ihre Art. Jeder der beiden hat seine ursprünglichen (seelischen) Bereiche. Ungleichgewicht entsteht dann, wenn diese Bereiche (z.B. auf Grund gesellschaftlicher Entwicklungen) vertauscht werden. 

Ein Beispiel: Werdende Mütter, die sich nicht von ihrer Rolle im Beruf trennen können. Bis zuletzt in der Öffentlichkeit stehen wollen. Hier fängt der Kuddelmuddel an. Hier spricht nicht die Mutter, sondern das Ego: "Schaut alle her, was für eine Powerfrau ICH doch bin. Und setzt noch eines drauf: ICH komm so schnell wie möglich wieder (in die Öffentlichkeit) zurück"! 

Mit obigem Beispiel betreten wir einen Bereich des Egos, die Selbstüberschätzung. Du denkst dann über dich: "Ohne mICH geht es nicht. Wenn ICH es nicht mache, ist es nicht gemacht. Nur ICH kann das am besten, usw.". 

Wir sehen, hier treffen zwei grosse Kräfte aufeinander. Die Kraft des Weiblichen (Mond), das Annehmen können. Und die Kraft des Männlichen (Sonne), das mächtige Wollen, verbunden mit dem Wunsch, sich zu entfalten und grösser als die anderen zu sein. 

Wer in die Begriffe »Mutter-Sein« und »Rolle im Beruf« reinhört, merkt sofort den Unterschied. Die meisten spielen ja auch eine Rolle in ihrem Beruf. So ernüchternd das jetzt auch (für das Ego) klingen mag. 

Wie im Sonnensystem die Planeten um die Sonne kreisen, so wünscht du dir, dass sich im Leben alles um dich dreht. Diesen Wunsch nach Beachtung wirst du, um einige Beispiele zu nennen, beim Flirt, in Gesprächen, bei Vergnügungen, Sexualität (das Liebesspiel oder das Spiel mit der Liebe) deinem Gegenüber vermitteln. Du bist dir deiner Einzigartigkeit bewusst und sie treibt dich an, im Mittelpunkt zu stehen, nach Aussen zu strahlen und bewundert zu werden. 

Stell dir ein Pendel vor. Und es schlägt vorerst in die Gegenseite aus. In die Selbstüberschätzung, die Überheblichkeit, die Prahlerei. Warum? Du sollst erkennen, dass niemand (auch du nicht) als »König« geboren wird. 

Der Weg der Sonne ist gleichzusetzen mit der Entwicklung der Persönlichkeit und der damit verbundenen Selbstdarstellung. Du hast einen weiten und steinigen Weg vor dir. Doch am Ziel angelangt, bist du zu einer echten Autorität geworden, die nicht mehr beeindrucken muss. 

Deine jeweilige Lebenssituation, bzw. eine ehrliche Betrachtung dieser, zeigt dir rasch, ob der König in dir authent ist, oder ob sein Königsein nur Blendwerk ist. Das Leben ist ein Spiel - lebe es mit deinem Herzen!

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© Ferdinand J. Heindl, 2006