|
Kurzfassung:
Der Narr (aus dem
Tarot) mit seiner Freiheit und Ungebundenheit. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel
»taucht« er auf und hinterlässt ein scheinbares Chaos. Er hebelt dich aus einer (überholten) Lebenssituation oder macht dein gross gewordenes Ego kleiner. Diese Person
»entbindet« dich von ... und setzt somit die ersten Schritte auf deinem neuen Weg. Du brichst auf zu neuen und
unbekannten Ufern ...
Dem Prinzip geschichtlich zugeordnet:
Farbe metallisch glänzend, Zahl 4
Freiheit ist mitunter eine schmerzhafte Lösung aus alten und verhärteten Positionen.
Diese innere Person taucht meist dann auf, wenn du sie am wenigsten erwartest. Plötzlich und unerwartet führt dieser Archetyp seine Aufgabe, die Ent-Bindung, durch.
Wenn Umstände im Leben überholt sind, erhältst du meist Hinweise und Zeichen. Du spürst dann, es wird eng in deinem Leben. Die Zeichen mehren sich und du fühlst, dass Unfreiheit in dein Leben einzieht. Manchmal spürst du diesen Zustand der Einengung früher, manchmal später.
Beteiligt an den Bindungen in deinem Leben (nicht nur die mit Partnern), ist die innere Person des Pluto. Er hat dich zu Beginn der Bindung sozusagen mit Scheuklappen ausgestattet. Somit wird dein Wunschbild zur Karotte in deinem Leben. Du
»siehst« sozusagen nichts anderes mehr. Auch die innere Person des Egos (Archetyp Sonne),
»führt« dich in Situationen, an denen du nur zu gerne »festklebst«.
Wird von dir nichts unternommen um eine Änderung in bezug auf dein
»Festkleben« herbeizuführen, geschieht die Ent-Bindung aus einer verhärteten Lebenssituation, wie z.B. einer unlebendigen Partnerschaft, einem Arbeitsverhältnis, usw., meist ohne dein Zutun. Diese Ent-Bindung erscheint dir dann wie
»der Blitz aus heiterem Himmel«. In solchen Momenten hat diese innere Person ihre Finger im Spiel.
Ein Beispiel:
Du kommst nachhause, dein Partner packt seine Koffer und eröffnet dir, dass er ab nun sein Leben völlig ändern möchte. Die erste Änderung ist die Trennung von dir.
Ein weiteres Beispiel:
Du warst am Freitag bei deinem Chef privat zum Essen eingeladen. Am Montag betrittst du gutgelaunt die Firma und wenig später ruft dich der Chef in sein Büro. Er eröffnet dir, dass dein Arbeitsvertrag gekündigt ist. Du wurdest soeben von deinen Pflichten entbunden.
Ein letztes Beispiel:
Du kommst früher von einer Dienstreise nach Hause. Du hast die Lieblingsblumen deiner Frau gekauft und freust dich auf ein Wiedersehen mit ihr. Du überraschst sie mit deinem besten Freund im Bett. Du fällst aus allen Wolken, als du hörst, dass diese heimliche Beziehung bereits mehrere Monate besteht.
Ehrlich betrachtet, gab und gibt es bei solchen Ent-Bindungen immer Hinweise, die keiner der Betroffenen wahrhaben wollte, bzw. wurden diese aus Angst vor Veränderung (Ent-Bindung aus dem Alten) nicht beachtet. Ebenso wehrt sich dein Ego gegen anstehende Veränderungen im Leben: Was werden nur die Leute denken, wenn ...
Anders betrachtet, findet eine plötzliche und unvorgesehene Ent-Bindung immer dann statt, wenn du aus Angst vor dem Neuen im Leben die Lösung aus deinen veralteten Umständen nicht selbst zuwege bringst. Wenn du sozusagen am Alten
»festklebst«.
Im Nachhinein (wenn du den Standpunkt des Betrachters einnehmen kannst), erkennst du, dass sich deine Lebens-)Umstände gebessert haben. Das anfangs schmerzhafte
»Aushebeln« aus deiner veralteten und überholten Position hat dir Lebendigkeit und Freiheit zurück gebracht.
Diese innere Person steht für Freiheit und was Freiheit im ureigensten Sinn bedeutet.
Dazu eine Frage an den geschätzten Leser:
»Bist du frei, fühlst du dich frei?«. Wer diese Frage mit »Ja« beantwortet, ist ebenso einsam wie frei. Nur der Einsame hat (scheinbar) die Zwänge des Gesetzes verlassen und lebt nun in Freiheit.
Von der Werbung wird dir eine Menge Freiheit, die in
»schillernde Gewänder« gehüllt ist, verkauft.
Bei näherer Betrachtung machen diese Dinge jedoch unfrei und binden dich auf eine besondere Art und Weise. Im Vordergrund steht Freiheit, die dir verkauft wird. Der Hintergrund zeigt meist ein Bild von Bindung an ...
Forum
Seele und Astrologie
www.f-s-a.at
©
Ferdinand
J. Heindl, 2006 |