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Die Rolle des Skorpion ist bestimmt von einem "das ist es"!
Im Zeichen Stier warst du auf gewisse Weise in deinem Besitz verhaftet. Hier im Zeichen Skorpion bist du in deinen Ideen und Vorstellungen verhaftet. In deinem Leben gibt es Ideen, in welche du deine Kraft wie in ein Fass ohne Boden investierst.
Verbissen folgst du einer (toten) Vorstellung, von der du meinst »Das ist es!«.
Sie ergreift mit einer Kraft, der du nichts entgegenzusetzen hast, von dir Besitz. Ganz oder gar nicht ... ist die fanatische Devise. Du bist vorerst in Teufels Küche mit deinen fixen Gedanken. Macht und Kontrolle sind ebenfalls ein Thema in diesem Zeichen.
Diese geistige Idee formt nun das (alltägliche) Leben.
Diese Idee entspricht der Karotte, die man dem Esel vor das Maul hängt, und welcher dieser brav hinterhertrottet. Wie kraftvoll, oder anders betrachtet, fanatisch solche Ideen sind, erkennt man daran, dass der Betreffende keinen Gedanken an ein Nicht-Erreichen verschwendet. Die ganze (Lebens-)Kraft wird aufgewendet, um ein Ideal oder ein bestimmtes Ziel, das einer Idee entsprungen ist, zu erreichen.
Im Zeichen Skorpion führt der Weg durch die Tiefen und Dunkelheiten der Seele, begleitet von den eigenen (machtvollen) Vorstellungen. Hier finden wir das Bild des Phönix, der sich jedoch erst erheben kann, wenn das Vorhandene (Alte) zu Staub zerfallen oder zu Asche verbrannt ist. Im Skorpion findet diese Umwandlung ähnlich jener in alchemistischen Öfen statt. Das Blei wandelt sich zu Gold. Als Bild: Altgewordenes stirbt und macht Platz für Neues. Im Skorpion erleben wir alle jene kleinen Tode, die ein Loslassen des Altgewordenen mit sich bringen. Doch dies ist meist ein langer und leidensvoller Weg. Denn: Leiden ist leichter denn lösen.
Was hilft, ist Hinschauen
und das Hinschauen ist gleichzusetzen mit der Frage: "Welche toten Bilder (Ideale, Vorstellungen, Sexualität, Orte, Gegenstände, usw.) halten dich davon ab, das Heute zu leben"?
Sprichwörter und Volksmund
» Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden
schafft
» Wer den Skorpion streichelt, darf sich nicht über seinen Stachel
beklagen
» Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich (Matthäus 12,30)
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Ferdinand
J. Heindl, 2006 |